Mo.. Juni 22nd, 2026

Biografie

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Janine Lang | Meine Biografie – Von der Findung zur eigenen Stimme

Janine Lang

Die offizielle Lebensbiografie – Vom Suchen, Finden und mutigen Vorangehen

Herzlich willkommen auf meiner offiziellen Biografie-Seite. Mein Name ist Janine Lang, bekannt als Transfrau aus Bad Arolsen. Mit meiner heutigen Öffentlichkeitsarbeit möchte ich dir einen ungeschönten, tiefen und ehrlichen Einblick in mein Leben geben – eine Reise voller Wendepunkte, großer Herausforderungen und der unbändigen Kraft, die eigene Stimme zu finden.

Mein Weg war alles andere als geradlinig. Meine Geschichte gliedert sich in drei prägende Lebensphasen: Meine Kindheit und Jugend in der Pflegefamilie, die darauffolgende intensive Zeit geprägt von psychiatrischen Stationen sowie betreutem WG-Leben und schließlich mein heutiges, angekommenes Leben im hessischen Bad Arolsen. Lass uns gemeinsam an den Ursprung zurückkehren.

Teil 1: Kindheit, Jugend und das Leben in der Pflegefamilie

Geboren wurde ich am 16. Januar 1995 im hessischen Kassel. Meine früheste Kindheit war von familiären Herausforderungen geprägt, die schließlich dazu führten, dass das Jugendamt mich aus meiner leiblichen Familie holte. Über ein Kinderheim wurde ich im Jahr 2002 in eine Pflegefamilie nach Niedersachsen vermittelt. Ein Lego-Feuerwehrmodell zur Begrüßung legte damals den Grundstein für meine bis heute anhaltende Leidenschaft für Klemmbausteine.

Schon früh spürte ich, dass etwas nicht passte. Bereits um die vierte Klasse herum verfestigte sich in mir das Gefühl, im falschen Körper zu leben und eigentlich ein Mädchen zu sein. Aus Angst vor den Reaktionen behielt ich diese Identitätsfindung zunächst komplett für mich und lebte sie nur heimlich aus, wenn ich sturmfrei hatte.

Zwischen Autismus, Mobbing und Inselwissen

Mit dem Wechsel auf die Hauptschule in Einbeck brach das Thema Transsexualität schließlich an die Oberfläche. Erste vorsichtige Outings im Freundeskreis verbreiteten sich rasend schnell – und ich wurde an der Schule zum Mobbingopfer Nummer eins. Erschwerend kam hinzu, dass ich mit der Diagnose Asperger-Autismus tief in meiner eigenen Welt lebte und Verhaltensweisen zeigte, die mich für andere „anders“ machten. Trotz der extremen Belastung gab es Menschen, die zu mir hielten und mich ermutigten, meinen Weg weiterzugehen.

Halt fand ich in dieser Zeit in meiner Leidenschaft für die Feuerwehr. Ab dem zehnten Lebensjahr verbrachte ich viel Zeit in der Jugendfeuerwehr und eignete mir ein enormes Inselwissen an. Ich erstellte am Familien-PC akribische Listen und Tabellen über Fahrzeugabkürzungen und Einsatztaktiken. Parallel dazu besserte ich mein Taschengeld durch das Austragen der Zeitung „Eule am Mittwoch“ sowie durch tatkräftige Hilfe im Haushalt auf.

Doch die unterdrückte Identität, die Pubertät und die psychischen Belastungen forderten ihren Tribut. Gegen Ende meiner Zeit in der Pflegefamilie, im Alter von 15 bis 16 Jahren, war ich emotional gebrochen. Der Frust entlud sich in heftigen Impulsausbrüchen und tiefen familiären Krisen. Es war eine Zeit extremer emotionaler und psychischer Instabilität, die schwere Schatten warf und schließlich im Jahr 2011 in rechtlichen Konsequenzen durch eine emotionale Kurzschlusshandlung (Brandstiftung) gipfelte.

Heute blicke ich auf diese dunklen Kapitel nicht mit Scham, sondern als Beweis dafür zurück, dass man selbst aus tiefsten Tälern herausfinden und sich komplett neu erfinden kann. Genau diese radikale Ehrlichkeit und die Verwandlung von Krisen in Stärke machen mich zu der Frau, die ich heute bin.

Teil 2: Psychiatrie, therapeutische Einrichtungen und das WG-Leben

Nach den dramatischen Ereignissen und dem Bruch mit der Pflegefamilie im Jahr 2011 begann für mich ein neuer, oft schmerzhafter, aber letztendlich heilsamer Lebensabschnitt. Ich kam in die Obhut verschiedener psychiatrischer und therapeutischer Einrichtungen, um die tiefen emotionalen Wunden aufzuarbeiten und einen stabilen Umgang mit meiner Identität und meinem Asperger-Autismus zu finden.

Ein zentraler und unglaublich prägender Ort in dieser Zeit wurde für mich die Pfälzische Klinik in Klingenmünster. Fernab der alten Heimat musste ich lernen, mein Leben völlig neu zu strukturieren. Es war eine Phase voller therapeutischer Arbeit, der Anpassung an betreute Wohngruppen (WG-Leben) und des täglichen Ringens um psychische Stabilität.

Weichenstellung in Klingenmünster: Das Projekt „Radio Peil-Sender“

Mitten in dieser intensiven Zeit in der klinischen Einrichtung in Klingenmünster entstand ein absoluter Meilenstein, der meine mediale Arbeit und meine gesamte berufliche Zukunft tiefgreifend prägte: der Aufbau des Radio Peil-Senders. Dieses Projekt gab den Menschen in der Einrichtung eine eigene, lautstarke Stimme und brachte Kultur, Musik und echte, ungeschönte Geschichten direkt zu den Zuhörern.

Es zeigte mir zum allerersten Mal, wie mächtig Medien und die eigene Stimme sein können. Damals agierte ich noch unter meinem früheren Deadname – ein Teil meiner Geschichte, den meine langjährige Community natürlich kennt und richtig einzuordnen weiß. Das Radioprojekt schlug so große Wellen, dass sogar der renommierte Sender Deutschlandfunk Kultur in einem bundesweiten Beitrag ausführlich über uns berichtete, in dem ich namentlich erwähnt und zitiert wurde.

Das Leben im betreuten Wohnen und in den WGs der therapeutischen Einrichtungen war eine Schule fürs Leben. In dieser Zeit, noch während meines Aufenthalts in der Wohngruppe der Diakonie Käsdorf in Gifhorn, begann eine siebenjährige, prägende Partnerschaft. Es war eine intensive Zeit des Hin und Her, auch nach dem Umzug meiner damaligen Partnerin nach Bad Arolsen.

Teil 3: Das Leben in Bad Arolsen – Angekommen im Hier und Jetzt

Der Umzug nach Bad Arolsen im Oktober 2016 markierte einen neuen Lebensabschnitt. Ich fand ein Zuhause im ambulant betreuten Wohnen und nahm eine Tätigkeit in der Werkstatt für behinderte Menschen auf, wo ich im Bereich Gartenpflege aktiv war. Doch auch hier stieß ich auf Widerstände: Ein toxisches Arbeitsumfeld, geprägt von Mobbing und Anfeindungen, belastete mich schwer.

Anfang Januar 2023 zog ich die notwendige Notbremse: Ich distanzierte mich von diesem Arbeitsumfeld und begab mich bis Mitte August 2023 in eine Phase der Regeneration, in der ich krankgeschrieben war. Diese Zeit war für mich eine Zerreißprobe – mental wie emotional. Hinzu kamen massive Anfeindungen im Internet. Ich wurde Opfer von „Swatting“, bei dem Unbekannte unter falschen Vorwänden (wie einem vorgetäuschten Gasalarm oder Geiselnahmen) Polizei und Rettungskräfte zu mir schickten. Diese lebensbedrohlichen Situationen zwangen mich dazu, mich kurzfristig komplett aus Social Media zurückzuziehen, um meine psychische Gesundheit zu schützen.

Mitten in dieser Phase und während ich mich noch in der Krankheitsphase befand, fand jedoch auch meine größte Befreiung statt: Am 14. März 2023 outete ich mich als Transfrau. Unmittelbar danach endete die siebenjährige Partnerschaft aus Gifhorn-Zeiten. Es folgten intensive Monate des Gesprächs mit meiner gesetzlichen Betreuung und meinen Vertrauten, in denen ich mich neu sortierte. Der Wendepunkt kam im August 2023, als ich mit der Lebenshilfe in Korbach einen neuen Arbeitgeber fand. Mit einem zweiwöchigen Praktikum begann dort am 14. August 2023 ein neues Kapitel, das nahtlos in eine Festanstellung überging.

Hier lernte ich auch Thorsten kennen, mit dem ich seither – seit August 2023 – kollegial verbunden war. Wir verbrachten in den Pausen Zeit miteinander und tauschten uns regelmäßig aus. Doch erst im Januar 2026, als er in meine Abteilung wechselte, rückten wir räumlich und emotional so eng zusammen, dass sich aus der langjährigen kollegialen Bekanntschaft eine tiefe Verbundenheit entwickelte. Seit dem 24. März 2026 gehen wir nun gemeinsam durchs Leben. Heute lebe ich in einer harmonischen, glücklichen Beziehung, die mir die Ruhe gibt, mich voll auf meine Zukunft zu fokussieren.

Heute bin ich als selbstbewusste Transfrau fest in der Region und in meiner Community verankert. Ich verstecke mich nicht mehr hinter den schweren Kapiteln meiner Vergangenheit, sondern nutze sie aktiv, um Sichtbarkeit für Themen wie Vielfalt, Transition und mentaler Gesundheit zu schaffen. Mein Leben im Hier und Jetzt hat gerade erst so richtig begonnen.

Erlebe meine Lebensgeschichte live als Vortrag

Vom schmerzhaften Mobbing und psychischen Krisen über die bahnbrechenden Meilensteine beim Radio Peil-Sender in Klingenmünster bis hin zur stolzen Transfrau in der professionellen Öffentlichkeitsarbeit: Meine Geschichte gibt es als bewegenden, hochemotionalen und motivierenden Keynote-Vortrag für Bühnen, Unternehmen und Organisationen.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wer ist Janine Lang?
Janine Lang ist eine bekannte Transfrau aus Bad Arolsen, die heute erfolgreich in der professionellen Öffentlichkeitsarbeit tätig ist. In ihrer Biografie gewährt sie tiefe Einblicke in ihre Lebensgeschichte, ihre persönliche Entwicklung und ihre Arbeit mit den Medien.
Was war das Projekt „Radio Peil-Sender“?
Der „Radio Peil-Sender“ war ein wegweisendes Medienprojekt, das Janine Lang während ihrer Zeit in der klinischen Einrichtung in Klingenmünster ins Leben gerufen hat. Es diente als Plattform für ungeschönte Geschichten und Kultur. Sogar der Sender Deutschlandfunk Kultur berichtete damals über dieses wichtige Projekt.
Kann man Janine Lang für Vorträge buchen?
Ja, absolut! Ihre bewegende Reise von den schwersten Krisen der Jugend bis hin zur selbstbewussten Medienexpertin bietet Janine Lang als hochemotionalen und inspirierenden Keynote-Vortrag für Unternehmen, Organisationen und Veranstaltungen an.
Wie geht Janine Lang heute mit ihrer Diagnose Autismus um?
Vollkommen offen und transparent. Ihre Diagnose Asperger-Autismus war in ihrer Kindheit oft eine Herausforderung, hat ihr jedoch auch die Fähigkeit zu tiefem Inselwissen verliehen. Heute nutzt sie diese einzigartige Perspektive als Stärke in ihrer alltäglichen Öffentlichkeitsarbeit.

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