📖 Das queere Glossar
🛠️ 1. Die Wort-Bausteine (Vorsilben & Nachsilben)
Manchmal basteln wir in der queeren Community Wörter wie Legosteine zusammen. Hier sind die wichtigsten Bausteine, die du kennen solltest:
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A- (Vorsilbe)
Bedeutet einfach „nicht“ oder „kein“. Wenn du das vor ein Wort setzt, sagst du damit, dass dieser Teil für dich nicht zutrifft – wie bei asexuell (keine sexuelle Anziehung).
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Allo- (Vorsilbe)
Das glatte Gegenteil von „A-“. Es bedeutet, dass du grundsätzlich eine bestimmte Anziehung empfindest (z. B. allosexuell).
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-amor / -amour (Nachsilbe)
Kommt vom lateinischen Wort für Liebe. Wenn das irgendwo hinten dransteht, weißt du sofort: Hier geht es um deine romantische Orientierung, also wen oder wie du liebst.
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-flexibel (Nachsilbe)
Du hast zwar eine klare Tendenz, bist aber nicht völlig festgefahren? Mit diesem Anhängsel zeigst du, dass deine Identität oder Orientierung ein bisschen Spielraum hat.
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-fluid (Nachsilbe)
Das englische Wort für flüssig. Wenn etwas bei dir fluid ist, bedeutet das, dass sich deine Gefühle oder dein Geschlecht im Laufe der Zeit verändern und im Fluss sind.
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-flux (Nachsilbe)
Bedeutet „in Bewegung“. Ähnlich wie fluid, aber hier ändert sich oft die Intensität, mit der du ein Geschlecht oder eine Orientierung fühlst – mal extrem stark, mal fast gar nicht.
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Gray- / Grey- (Vorsilbe)
Das englische Wort für Grau. Damit beschreibst du den Bereich zwischen Schwarz und Weiß. Du fühlst eine Anziehung, aber eben nur sehr selten, schwach oder unter ganz bestimmten Bedingungen.
👥 2. Geschlechtsidentitäten (Wer bin ich?)
Hier geht es darum, wie du dich selbst fühlst und wer du im Inneren bist – völlig unabhängig von deinem Körper.
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Agender
Du fühlst dich weder als Mann noch als Frau und hast einfach überhaupt kein Geschlecht? Dann passt dieser Begriff perfekt zu dir.
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Bigender
Warum nur eins, wenn man zwei haben kann? Als bigender hast du zwei Geschlechtsidentitäten – oft (aber nicht immer) männlich und weiblich zugleich oder abwechselnd.
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Cis / Cisgeschlechtlich
Bei deiner Geburt hat die Ärztin oder der Arzt gesagt: „Es ist ein Junge/Mädchen!“ – und du hast im Laufe deines Lebens gemerkt: „Ja, stimmt genau, das bin ich.“ Dann bist du cis.
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Cis Frau / Cis Mann
Eine Frau oder ein Mann, die/der glücklich mit dem Geschlecht lebt, das bei der Geburt eingetragen wurde.
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Demigender (Demiboy / Demigirl / Demi-Nonbinary)
„Demi“ bedeutet halb. Wenn du dich nur teilweise mit einem Geschlecht identifizierst, bist du hier richtig. Ein Demiboy fühlt sich zum Beispiel ein bisschen als Mann, aber eben nicht ganz.
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Demifluid / Demiflux
Dein Geschlecht ist zu einem Teil fest und beständig, aber der andere Teil verändert sich, ist flüssig (fluid) oder schwankt in der Intensität (flux).
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Enby / Enbisch
Kommt von der englischen Abkürzung „NB“ für Non-Binary (Nicht-binär). Du kannst es wie die Wörter „Mann“ oder „Frau“ benutzen, nur eben für Menschen, die keins von beidem sind.
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Gender nonconforming
Du pfeifst auf die typischen Erwartungen, wie sich ein Mann oder eine Frau zu verhalten oder zu kleiden hat? Dann bist du gender nonconforming (geschlechtsunangepasst).
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Gender-gleichgültig
Du machst dir einfach absolut keine Gedanken um dein Geschlecht und es ist dir im Alltag völlig egal, welches Label du hast? Willkommen im Club der Gender-Indifferenten.
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Genderfae / Genderfaun / Genderflor / Genderfloren
Das sind ganz feine Abstufungen für fluide Menschen. Genderfae ist fluid, wird aber nie männlich. Genderfaun wird nie weiblich. Genderflor bleibt immer im nicht-binären Bereich, ohne jemals ganz männlich oder weiblich zu sein.
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Genderfluid
Deine Geschlechtsidentität ist wie das Wetter: Sie bleibt nicht immer gleich. Mal fühlst du dich eher männlich, mal weiblich, mal als beides oder gar nichts.
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Genderqueer
Ein wunderbarer Schirmbegriff für alle, die das klassische Denken von „nur Männer und Frauen“ sprengen und sich irgendwo dazwischen, außerhalb oder jenseits davon bewegen.
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Gendervoid
Ein Gefühl von geschlechtlicher Leere. Es ist ähnlich wie Agender, fühlt sich für die Betroffenen aber oft eher wie ein Raum an, der leer ist, statt dem bloßen Fehlen eines Geschlechts.
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Greygender
Du spürst zwar, dass du ein Geschlecht hast, aber es ist für dich sehr schwach ausgeprägt oder fühlt sich irgendwie „grau“ und schwer greifbar an.
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Intergender
Deine Identität liegt genau in der Mitte zwischen den beiden klassischen Polen Mann und Frau.
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Libragender
Du fühlst dich eigentlich fast komplett geschlechtslos (agender), hast aber einen ganz kleinen, feinen Anteil an dir, der sich doch mit einem bestimmten Geschlecht identifiziert.
💘 3. Orientierungen (Wen und wie liebe ich?)
Hier dreht sich alles darum, wer dein Herz höherschlagen lässt oder für wen du Schmetterlinge im Bauch hast (oder eben nicht).
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A_romantisch / Aromantisch (Aro)
Du verspürst keine oder nur sehr selten romantische Anziehung und hast kein Interesse an klassischen Liebesbeziehungen? Dann bist du vermutlich aro.
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A_sexuell / Asexuell (Ace)
Sex gibt dir einfach nichts oder du spürst keine sexuelle Anziehung zu anderen Menschen? Das ist völlig normal und nennt sich Asexualität. Viele nutzen Ace als stolze Eigenbezeichnung.
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Abroromantisch / Abrosexuell
Deine sexuelle oder romantische Orientierung verändert sich ständig. In einem Monat bist du vielleicht lesbisch, im nächsten asexuell. Du bist quasi dauerhaft im Wandel.
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Acespike / Arospike
Du bist eigentlich auf dem asexuellen oder aromantischen Spektrum unterwegs, aber ganz plötzlich und für kurze Zeit schießt deine Anziehungskraft steil nach oben, bevor sie wieder abflacht? Das ist ein Spike.
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Acevague / Arovague
Deine sexuelle oder romantische Anziehung is eng mit deiner Neurodiversität (z. B. ADHS oder Autismus) oder deiner mentalen Verfassung verknüpft und lässt sich nicht von ihr trennen.
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Achillean
Ein wunderschönen Begriff (angelehnt an den griechischen Helden Achilles) für Männer und maskuline Personen, die auf Männer stehen – egal ob sie schwul, bi oder pan sind.
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Acoromantisch / Acosexuell
Du spürst zwar Anziehung zu anderen, aber durch negative Erfahrungen oder Traumata fühlst du dich dabei unwohl oder lehnst diese Gefühle für dich ab.
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Aegoromantisch / Aegosexuell
Du magst romantische Geschichten, Pornos oder Fantasien, möchtest aber selbst im echten Leben absolut keine Hauptrolle darin spielen.
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Ambiamor
Monogamie (nur eine Person) oder Polyamorie (mehrere Personen)? Du kannst beides leben und bist glücklich, solange die Beziehung stimmt.
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Ambiromantisch / Ambisexuell
Du fliegst total auf Menschen, die androgyn sind – also Eigenschaften von Jungs und Mädels optisch miteinander verbinden.
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Amicusromantisch / Amicussexuell
Schmetterlinge im Bauch oder sexuelles Interesse entstehen bei dir erst dann, wenn du mit einer Person schon richtig gut und tief befreundet bist.
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Androromantisch / Androsexuell
Du stehst auf Männer oder Menschen, die sich sehr maskulin präsentieren. Das Geschlecht der Person ist dir dabei oft egal, solange der Vibe maskulin ist.
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Angled Aroace
Du bist zwar asexuell und aromantisch, spürst aber eine andere Art von starker Anziehung (z. B. platonisch oder ästhetisch) zu einem bestimmten Geschlecht, die dir so wichtig ist, dass du sie benennen willst.
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Aplatonisch
Du spürst nicht das Bedürfnis, enge, tiefe, platonische Freundschaften aufzubauen, sondern bist eher ein Einzelgänger oder lebst Beziehungen anders.
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Apresromantisch / Apressexuell
Bei dir funkt es erst, wenn du schon eine ganz andere Art von Anziehung (z. B. rein platonisch) zu der Person aufgebaut hast. Erst danach kommt die Romantik oder der Sex.
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Aro-Ace
Die Kombination aus beiden Welten: Du bist sowohl aromantisch als auch asexuell.
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Ästhetische Orientierung
Wenn du jemanden anschaust und denkst: „Wow, diese Person ist wunderschön!“, ohne dass du mit ihr schlafen oder zusammen sein willst. Du bewunderst einfach die Schönheit.
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Autosexuell
Du findest dich selbst sexuell anziehend und befriedigst dich am liebsten selbst.
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Bellusromantisch / Bellussexuell
Du magst süße Pärchen-Sachen (Händchenhalten, Dates) oder Sex-Kram, willst aber eigentlich gar keine feste Beziehung oder echten Sex mit einer Person. Du magst nur die Handlungen an sich.
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Beziehungsanarchie
Du pfeifst auf gesellschaftliche Regeln für Beziehungen. Für dich gibt es keine feste Hierarchie (wie „Partner*in ist wichtiger als beste*r Freund*in“). Du gestaltest jede Beziehung komplett individuell.
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Bi+sexualität
Ein großer Schirmbegriff für alle, die sich zu mehr als nur einem Geschlecht hingezogen fühlen (beinhaltet Bisexualität, Pansexualität, etc.).
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Bicurious
Du bist eigentlich hetero- oder homosexual, hast aber total Lust, mal auszuprobieren, wie es wäre, Erfahrungen mit einem anderen Geschlecht zu sammeln.
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Biromantisch / Bisexuell
Du verliebst dich in Menschen aus zwei oder mehr Geschlechtern oder findest sie sexuell anziehend.
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Cupioromantisch
Du spürst selbst zwar keine romantische Anziehung, hättest aber trotzdem unheimlich gerne eine feste, romantische Beziehung.
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Femmeromantisch / Femmesexuell (auch Gyneromantisch / Gynosexuell)
Du fliegst voll auf Frauen oder Menschen, die sich sehr feminin und weiblich geben.
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Frayromantisch / Fraysexuell
Das Gegenteil von Demisexuell. Du spürst riesige Anziehung zu Fremden, aber sobald du die Person besser kennenlernst, schwindet das Interesse komplett.
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Heteroromantisch / Heterosexuell
Du stehst auf das andere Geschlecht (z. B. als Mann auf Frauen oder umgekehrt).
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Homoromantisch / Homosexuell
Du stehst auf das eigene Geschlecht (Männer auf Männer, Frauen auf Frauen).
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Idemromantisch
Für dich fühlt sich die Liebe zu einer festen Partnerschaft und die Liebe zu besten Freund*innen fast identisch an. Du unterscheidest sie eher durch Absprachen (z. B. Zusammenziehen) statt durch das Gefühl.
💬 4. Begriffe aus der Community, Medizin & Alltag
Wörter, die dir im echten Leben, in der Szene oder beim Lesen von queeren Artikeln ständig begegnen werden:
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* (Das Gendersternchen)
Ein kleines Zeichen mit großer Wirkung. Es sorgt in unserer Sprache dafür, dass beim Schreiben alle Menschen – egal welches Geschlecht sie haben – mitmeint und sichtbar sind.
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AFAB / AMAB
Abkürzungen für „Assigned Female/Male At Birth“. Das bedeutet einfach: „Bei meiner Geburt wurde mir das weibliche / männliche Geschlecht zugewiesen“.
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CAFAB / CAMAB
Eine etwas schärfere Version von AFAB/AMAB. Das „C“ steht für „coercively“ (gewaltsam) und wird oft von inter* Personen genutzt, deren Körper nach der Geburt medizinisch ungefragt angepasst wurden.
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Ally
Das englische Wort für Verbündete*r. Wenn du selbst nicht queer bist, dich aber lautstark für die Rechte und den Schutz deiner queeren Freund*innen einsetzt, bist du ein fabelhafter Ally!
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BDSM
Ein cooler Schirmbegriff für alles rund um Fesseln (Bondage), Disziplin, dominante und unterwürfige Rollenspiele sowie Fetische – natürlich immer absolut freiwillig und einvernehmlich!
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Bear (Bär)
Ein Begriff aus der schwulen Szene für gemütliche, oft etwas dickere Männer mit ordentlich behaarter Brust und Bart.
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Binder
Ein sehr enges Unterhemd, das trans Männer oder nicht-binäre Menschen nutzen, um ihre Brust flach wirken zu lassen, damit sie sich in ihrem Körper wohler fühlen.
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Brustform
Silikon-Einlagen, die man in den BH legt oder aufklebt, um eine weibliche Brust zu formen. Perfekt für trans Frauen oder Drag Queens!
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Butch / Femme
Ein legendäres Pärchen-Konzept aus der lesbischen Szene. Butch steht für die maskuline, toughe Seite, während Femme die klassisch weibliche, elegante Seite beschreibt.
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Cross- (Vorsilbe)
Bedeutet „überschreitend“. Wird oft genutzt, wenn jemand Sachen macht, die gesellschaftlich dem anderen Geschlecht zugeordnet werden (wie z. B. Crossdressing).
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Crush
Dein absoluter Lieblingsmensch im Moment, in den du unsterblich verknallt bist oder für den du heimlich schwärmst.
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Damenwäscheträger (DWT)
Ein Begriff für Männer, die im Alltag ganz heimlich unter ihrer normalen Kleidung Frauenunterwäsche tragen, weil sie sich damit gut fühlen.
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Deadname
Der „tote Name“. Das ist der Geburtsname einer trans Person, den sie abgelegt hat. Bitte benutze ihn niemals, da es für trans Menschen oft sehr verletzend ist, an die Vergangenheit erinnert zu werden.
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Detransition
Wenn jemand eine Geschlechtsangleichung (Transition) gemacht hat und nach einiger Zeit beschließt, diesen Weg wieder rückgängig zu machen.
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Divers
Der offizielle, rechtliche Geschlechtseintrag in Deutschland und Österreich für Menschen, die weder ganz Mann noch ganz Frau sind (z.B. inter* Personen).
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Drag King / Drag Queen
Menschen, die auf der Bühne Kunst erschaffen, indem sie extrem übertriebene Männlichkeit (King) oder Weiblichkeit (Queen) performen. Das ist eine Kunstform und hat nichts mit der alltäglichen Identität zu tun.
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Dritte Option / Drittes Geschlecht
Der rechtliche Kampf und der Begriff für Menschen, die sich außerhalb von „männlich“ und „weiblich“ im Gesetz wiederfinden wollen.
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Dyke
Früher ein fieses Schimpwört für lesbische Frauen („Kampflesbe“), wurde der Begriff von der Community zurückerobert und wird heute voller Stolz als Selbstbezeichnung genutzt.
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Dysphorie (Geschlechtsdysphorie)
Das zermürbende Gefühl von Unwohlsein oder tiefer Traurigkeit, weil der eigene Körper oder die Rolle in der Gesellschaft nicht zum tatsächlichen Geschlecht passen.
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Euphorie (Geschlechtseuphorie)
Das absolute Gegenteil von Dysphorie! Das pure Glücksgefühl, wenn dich jemand mit dem richtigen Pronomen anspricht oder du nach einer OP das erste Mal in den Spiegel schaust.
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Faggot (Fag)
Auch ein englisches Schimpfwort für schwule Männer („Schwuchtel“), das viele queere Menschen heute selbstbewusst verwenden, um den Angreifern die Macht über das Wort zu nehmen.
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Femboy
Ein Junge oder Mann, der es liebt, sich sehr feminin, süß oder mädchenhaft zu kleiden und zu stylen.
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FLINTA*
Eine Abkürzung für: Frauen, Lesben, Inter*, Nicht-binäre, Trans* und Agender Personen. Das Sternchen steht für alle weiteren Identitäten. Wird oft genutzt, um zu zeigen, wer in einem Schutzraum willkommen ist.
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Fremdbezeichnung
Ein Begriff, den sich eine Gruppe nicht selbst ausgesucht hat, sondern der ihr von außen (oft von der Mehrheitsgesellschaft) verpasst wurde. Häufig sind diese Begriffe problematisch oder abwertend.
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FtM / FtF / FtN
Medizinische und rechtliche Abkürzungen für den Weg einer Transition: Female to Male (Frau zu Mann), Female to Female (Frau zu Frau – oft nach Detransition) oder Female to Neutrois (Frau zu geschlechtsneutral).
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Gatekeeping
Wenn Menschen in einer Community den Türsteher spielen und entscheiden wollen, wer „queer genug“ ist, um dazuzugehören. (Spoiler: Das ist ziemlich uncool).
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Gaydar
Ein lustiges Kofferwort aus „Gay“ und „Radar“. Es beschreibt die vermeintliche Superkraft von queeren Menschen, andere queere Menschen im Raum sofort zu erspüren.
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Gender
Das englische Wort für das soziale Geschlecht oder deine Geschlechtsidentität – also das, was in deinem Kopf und deinem Herzen stattfindet, nicht zwischen deinen Beinen.
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Geschlecht
Das ist vielschichtig! Es gibt das körperliche Geschlecht (Hormone, Chromosomen, Genitalien), das rechtliche Geschlecht (auf dem Papier) und die Geschlechtsidentität (wie du dich fühlst).
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Geschlechtsmodalität
Ein schlaues Oberwort, das einfach beschreibt, wie du zu deinem Geschlecht stehst (z.B. ob du cis, trans, binär oder nicht-binär bist).
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Geschlechtsnormierende Maßnahmen
Medizinische Eingriffe, die oft schon an Babys vorgenommen werden, um ihren Körper an die typische Norm von „Junge“ oder „Mädchen“ anzupassen. Das wird von der Community stark kritisiert, wenn es ohne Einwilligung geschieht.
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Geschlechtspräsentation
Wie du dein Geschlecht nach außen zeigst – durch deine Kleidung, deine Frisur, dein Make-up oder dein Verhalten.
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Girlfag / Guydyke
Spannende Grenzgänger-Begriffe. Eine Girlfag fühlt sich als Frau, liebt aber wie ein schwuler Mann. Ein Guydyke fühlt sich als Mann, liebt aber wie eine lesbische Frau.
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Girlflux
Ein Geschlecht, bei dem das Gefühl, eine Frau zu sein, im ständigen Wechsel begriffen ist: Mal fühlst du dich zu 100% als Frau, mal eher agender, mal irgendwo dazwischen.
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Hermaphrodit
Ein veraltetes und heute als diskriminierend geltendes Wort für inter* Menschen. Bitte nicht mehr benutzen!
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HIV und AIDS
HIV ist ein Virus, das das Immunsystem schwächt. Dank moderne Medizin kann man heute mit HIV steinalt werden und es beim Sex nicht einmal mehr übertragen. AIDS ist das späte Krankheitsstadium, das ausbricht, wenn HIV nicht behandelt wird.
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Hormontherapie
Wenn trans* oder nicht-binäre Menschen von Ärzt*innen Hormone (Testosteron oder Östrogen) bekommen, damit sich ihr Körper an ihr wahres Geschlecht anpasst.
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Intergeschlechtlich (Inter*)
Menschen, deren Körper von Natur aus biologisch nicht eindeutig in die Schubladen „Mann“ oder „Frau“ passen – zum Beispiel bei den Chromosomen oder Genitalien.
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Intersektionalität
Das Prinzip, dass verschiedene Diskriminierungen zusammenhängen. Eine schwarze, lesbische Frau macht andere Erfahrungen mit Diskriminierung als eine weiße, lesbische Frau.
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Kink
Ein cooler Begriff für Vorlieben beim Sex, die abseits der breiten Masse liegen (z. B. Rollenspiele oder Füße) – solange alle Beteiligten Spaß daran haben!
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Label
Eine Bezeichnung oder ein Etikett (wie „bi“, „trans“, „ace“), das du dir selbst aussuchst, um deine Gefühle oder deine Identität besser in Worte fassen zu können.
🚫 5. Gesellschaftliche Normen & Vorurteile (Und deren Feindlichkeiten)
Die unsichtbaren Spielregeln unserer Gesellschaft und die Hürden, gegen die wir täglich ankämpfen müssen:
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Ableismus
Wenn Menschen aufgrund einer körperlichen oder psychischen Behinderung oder chronischen Erkrankung unfair behandelt, ausgegrenzt oder abgewertet werden.
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Afeindlichkeit
Diskriminierung und Unverständnis, die asexuellen und aromantischen Menschen entgegenschlagen (z.B. Sätze wie: „Du hast nur noch nicht den Richtigen gefunden“).
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Allonormativität
Die gesellschaftliche Annahme, dass jeder Mensch automatisch das Bedürfnis nach Sex und sexueller Anziehung hat. Wer das nicht hat, gilt fälschlicherweise oft als „krank“.
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Alloromantisch
Menschen, die ganz normal romantische Anziehung spüren – also das, was die Gesellschaft als Standard ansieht.
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Allosexuell
Menschen, die ganz normal sexuelle Anziehung spüren.
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Amatonormativität
Der gesellschaftliche Druck, dass das ultimative Lebensziel darin bestehen muss, eine exklusive, romantische Zweierbeziehung zu führen und zu heiraten.
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Androzentrismus
Unsere Welt ist oft so gebaut, dass der (Cis-)Mann als das Maß aller Dinge gilt, während alle anderen Geschlechter als Abweichung oder „das andere“ gesehen werden.
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Bifeindlichkeit
Vorurteile und Diskriminierung gegen bisexuelle Menschen – oft sogar aus der queeren Community selbst (z.B. der Vorwurf, man könne sich „nicht entscheiden“).
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Binäres Geschlechtersystem
Die Vorstellung, dass es auf der ganzen Welt streng genommen nur zwei biologische und soziale Geschlechter gibt: Mann und Frau. Punkt.
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Biologismus
Wenn komplexe gesellschaftliche Themen oder die Identität von Menschen fälschlicherweise auf rein plumpe (und oft falsche) biologische Fakten reduziert werden.
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Cisnormativität
Wenn die Gesellschaft automatisch davon geht, dass jeder Mensch cisgeschlechtlich ist und trans* Menschen deshalb unsichtbar gemacht oder ignoriert werden.
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Compulsory Heterosexuality (Zwangsheterosexualität)
Die Idee, dass Heterosexualität uns von klein auf so extrem durch Medien und Erziehung antrainiert wird, dass viele queere Menschen erst sehr spät merken, wer sie eigentlich wirklich sind.
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Endogeschlechtlich
Das Gegenteil von inter*. Wenn dein Körper von Geburt an eindeutig den klassischen medizinischen Definitionen von Mann oder Frau entspricht.
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Endonormativität
Die Annahme der Gesellschaft, dass jeder Mensch endogeschlechtlich zur Welt kommt, wodurch inter* Menschen oft verschwiegen werden.
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Heteronormativität
Die „Super-Norm“. Die Vorstellung, dass die Kombination aus cis, hetero, endo und allosexuell die einzig normale und richtige Lebensform ist.
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Heterosexismus
Das System, das Heterosexualität als überlegen und wertvoller als jede andere Orientierung einstuft.
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Homofeindlichkeit (Homophobie) / Lesbenfeindlichkeit
Der blanke Hass, die Intoleranz oder die Ausgrenzung von schwulen und lesbischen Menschen.
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Inter*feindlichkeit
Diskriminierung, die sich gezielt gegen inter* Personen richtet – oft verbunden mit dem Druck, sich medizinisch anpassen zu müssen.
🎉 6. Aktionstage & Coming Out
Die Momente, in denen wir feiern, sichtbar werden oder uns der Welt zeigen:
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Aromantic Spectrum Awareness Week
Die Sichtbarkeitswoche für das aromantische Spektrum! Sie findet jedes Jahr in der Woche nach dem Valentinstag statt und zeigt, dass man auch ohne Liebesbeziehungen glücklich ist.
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Bisexual Health Awareness Month (BHAM)
Der März steht ganz im Zeichen der Gesundheit von bi+sexuellen Menschen, um auf deren spezifische Probleme und Hürden aufmerksam zu machen.
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Christopher Street Day (CSD / Pride)
Die riesigen, bunten Paraden im Sommer! Sie sind halb Party, halb knallharter politischer Protest, um an die Stonewall-Riots von 1969 zu erinnern und weltweite Rechte einzufordern.
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Coming Out
Der mutige Prozess, bei dem du dir selbst (Inneres Coming Out) oder deinen Mitmenschen (Äußeres Coming Out) eingestehst, wer du wirklich bist und wen du liebst.
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Feministischer Kampftag (8. März)
Besser bekannt als Weltfrauentag. Seit 1921 der Tag, an dem weltweit für die Gleichberechtigung von Frauen und FLINTA*-Personen demonstriert wird.
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Holocaust-Gedenktag (27. Januar)
Ein zutiefst wichtiger Tag des Erinnerns. Hier gedenken wir auch den tausenden queeren Menschen, die unter dem NS-Regime verfolgt und ermordet wurden.
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LGBT Health Awareness Week
Eine jährliche Aktionswoche Ende März, die das Scheinwerferlicht auf die medizinische und psychische Gesundheitsversorgung der queeren Community wirft.
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Ergänzungsausweis
Ein offizielles Dokument der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti). Trans* und nicht-binäre Menschen können damit schon vor der offiziellen amtlichen Namensänderung ihren richtigen Namen auf Bahntickets, Ausweisen oder Verträgen eintragen lassen.
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Erziehungsgeschlecht
Das Geschlecht, in dem ein Kind aufgezogen wird. Das spielt besonders bei inter* oder trans* Kindern eine Rolle, wenn die Eltern sich für eine soziale Rolle entscheiden, während das Kind heranwächst.
❓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was bedeutet eigentlich queer?
Queer ist ein bunter Schirmbegriff für alles, was nicht der klassischen gesellschaftlichen Norm von Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit (nur Mann/Frau) entspricht. Es schließt alle Menschen ein, die stolz darauf sind, abseits dieser starren Normen zu lieben oder zu leben.
Was ist der Unterschied zwischen trans und nicht-binär (non-binary)?
Trans* Personen identifizieren sich nicht mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Nicht-binäre Menschen fühlen sich hingegen überhaupt nicht in den klassischen Schubladen von „Mann“ oder „Frau“ zu Hause – sie bewegen sich irgendwo dazwischen, außerhalb oder leben komplett ohne Geschlecht.
Warum ändern sich manche queeren Begriffe im Laufe der Zeit?
Unsere Gesellschaft lernt ständig dazu, und genau so entwickelt sich auch die Sprache weiter! Neue Begriffe helfen uns dabei, Gefühle und Identitäten noch präziser zu beschreiben. Gleichzeitig erobert die Community alte Schimpfwörter (wie „Queer“ oder „Dyke“) selbstbewusst zurück, um ihnen die verletzende Macht zu nehmen.